04.06.2017 … Vorbereitungen in vollem Gange …

In einer Woche ist es endlich wieder soweit. Die Sommer Saison auf der Glattalp beginnt am 10. Juni und ich freue mich sehr. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange.

Schon vor einigen Wochen habe ich bereits drei Kräuter-Töpfe bepflanzt. Diese werde ich dann … sobald der Schnee weg ist … auf die Glattalp nehmen. Damit wir mit frischen Kräutern unsere Gäste kulinarisch verwöhnen können.

Auch habe ich in den letzten Tagen an der Website gearbeitet, Bilder und Texte aktualisiert. Doch da ist immer was zu tun, trotzdem lohnt sich ein Blick … Feedback ist willkommen 🙂 www.berggasthaus-glattalp.com

Zur Zeit überarbeiten wir noch die Speisekarte, damit unsere Gäste ein vielseitiges und schmackhaftes Angebot serviert bekommen.

Ausserdem bin ich auch fleissig am Werbung machen. Jeder der mit mir ins Gespräch kommt, weiss wo ich die kommenden 4-5 Monate sein werde. Ich will ja, das wir ordentlich zu tun haben.

Gestern machten wir uns schon früh auf den Weg in Richtung Glattalp. Leider aber streikte … wegen einer technischen Störung … die Luftseilbahn. So „mussten“ wir … gezwungenermassen … bei der Älpler Familie Bürgler, unten im Sahli, unser erstes Älplerkafi geniessen. Es ist einfach schön … schön wieder hier zu sein. Kurz nach elf Uhr konnten wir dann doch noch unsere Reise fortführen und in die Bahn einsteigen.

Oben angekommen, gab es einiges zu tun. Wir kontrollierten ob alles noch funktioniert, ob das Wasser fliesst resp. ob die Leitungen nicht zugefroren oder beschädigt sind. Haben die Fenster geöffnet und frische Luft herein gelassen. Die Spinnen aus dem Winterschlaf geweckt und deren Netze entfernt. Ein Teil der Terrasse von Schnee und Eis befreit. Das war übrigens ein steinhartes unterfangen, doch man konnte dabei wunderbar seine angestauten Aggressionen in Energie umsetzen … falls da welche waren 😉

Natürlich habe ich bereits ein Teil meiner persönlichen Utensilien (Kleider, Schuhe, etc.) hoch genommen. Für eine so lange Zeit ist es nicht einfach bereits jetzt schon zu packen. Ich bleibe ja doch bis mitte/ende Oktober und welches Wetter mir der Sommer schenkt, das haben mir die Muotithaler Wätterschmöcker leider noch nicht verraten.

Somit werdet ihr das nächste mal von mir lesen, wenn ich bereits die Alp ein paar Tage für mich genossen habe und das Haus wieder voll im Schwung ist.

… somit hier nun noch ein paar bildliche Impressionen zu meinem Beitrag …


Kräutertöpfe mit Rosmarin, Thymian, Majoran, Salbei, Datteltomaten, Melisse und Minze.


Überarbeitung der Speisekarte.


Erstes Äplerkafi – bei der Familie Bürgler – in dieser Saison.


Mit der Glattalp-Bahn hoch auf 1870 Meter über Meer.


Die Hütte noch im Winterschlaf …


… und langsam am erwachen …


… leider hielt das Pickel unsere Aggressionen nicht stand 🙁


Ausser den Kleiderbügeln, brachte ich alles in meinen 30l Rucksack.

Ach übrigens, wir suchen noch eine Unterstützung für die Hochsaison von mitte Juli bis Ende August (ca. 6 Wochen). Wer also Lust und Zeit hat, dieses Hüttenleben auch mal live zu erleben, ist herzlich willkommen. Es muss auch nicht für die ganzen 6 Wochen sein, Praktika von 2-3 Wochen sind auch möglich (min. 2 Wochen am Stück). Schreibt mir ein WhatsApp oder Email oder ruft mich direkt im Haus an unter 041 830 12 04 (erst ab 10.06.17). Ich würde mich freuen, mit jemandem aus meinem Umfeld die Zeit zu geniessen.

… auf bald … eure Nicoletta …

 

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22.03.2017 … Wasenalp-Team … Abschied nehmen!

Abschied nehmen ist nicht so meine Stärke. Mich von lieben Menschen verabschieden, die mir in kurzer Zeit, sehr ans Herz gewachsen sind, ja das fällt mir wirklich schwer.

Ich mag behaupten, dass ich in den letzten drei Monaten mit Audrey und Julien so viel gelacht habe wie wohl die letzten ein, zwei Jahre nicht mehr. Wir konnten vor allem über UNS unglaublich viel lachen.
Natürlich hatten wir auch tiefe, lange und oft nächtliche Gespräche geführt. Wir konnten auch zwei bis drei Stunden, Nachts im Whirlpool sitzen und philosophieren.
Was wir aber auch besonders gut konnten, war uns gegenseitig bekochen. Unglaublich was wir uns – meist Abends – gezaubert haben.
Oder wir hörten Musik, respektive wir sangen viel, was gerade aus den Lautsprechern kam. Julien kann auch mega gut Gitarre spielen, ich hätte ihm stundenlang zuhören können.

So vieles verbindet uns. Doch die drei Monate waren intensiv, unvergesslich und leider mit gestern auch bereits wieder Vergangenheit.

Danke „Leben“ hast du uns an diesem wunderbaren Ort, für diese Zeit zusammen gebracht. Ich werde diese Zeit immer in meinem Herzen tragen.


Audrey … Nicoletta … Julien


… wir haben uns gefunden …. im Schnee oder beim tanzen …

 

 … oder beim lachen …

 

Hier nun noch ein paar „Essensmüsterli“ …

 

Oh fast hätte ich eine weitere liebevolle Person vergessen. Die Brigitte möchte ich hier auch noch erwähnen. Zwar war sie nur eine Woche bei uns auf der Wasenalp, aber auch mit ihr haben wir viel gelacht, getrunken, geredet und sehr fein gegessen.

Brigitte arbeitet normaler weise auf der Turtmannhütte, aber kurz vor Beginn der Saison, kocht sie die feinen Sachen bei uns in der Wasenalpküche vor. Schön warst du bei uns.

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28.02.2017 … Allerlei …

Wie doch die Zeit vergeht, mein letzter Beitrag ist über 20 Tage her, dabei hab ich so viel zu berichten. Wo soll ich denn nur anfangen? Also zuerst möchte ich meine lieben Leser und Freunde darüber informieren, dass ich seid Anfang Februar hier auf der Wasenalp eine 100% Anstellung bis Saison Ende bekommen habe. Über dieses Vertrauen habe ich mich natürlich sehr gefreut. Klaro musste ich grad mal so einiges organisieren, aber wenn ich eines kann, dann bestimmt „gut organisieren“ 🙂
Das Vertrauen wurde mir heute gleich nochmals geschenkt, nämlich das Saison Ende wurde vom 20.03. auf den 05.04.2017 nach hinten verschoben. Jupi … noch zwei Wochen länger im wunderschönen Wallis arbeiten, was will ich mehr.
Wasenalp auf fast 2000müM (1960m)

Viele Fragen mich, warum soll man denn überhaupt den „weiten“ Weg auf sich nehmen, mich auf der Wasenalp zu besuchen. Was für eine Frage!
Also als erstes ist da sicher die absolut einmalige und traumhafte Aussicht auf die Walliseralpen,  dieses Panorama ist einfach atemberaubend.
Zum anderen das Gasthaus selbst. Es ist in der Grösse genau richtig, nicht zu gross / nicht zu klein. Wir haben drei Doppelzimmer, zwei 4er Zimmer, ein 5er Zimmer und ein 12er Massenschlag. Alle Betten sind mit flauschigen Decken und Kissen ausgestattet. Im Preis ist folgendes inbegriffen:
– Benützung des Outdoor Whirlpool auf der Aussichtsterrasse
– Badetuch
– Bademantel (nur bei den Doppelzimmer, kann aber gemietet werden)
– gratis Wifi
– Schuheizung
– Hausschuhe/Finken
– grosszügiges Frühstücksbuffet
… und natürlich eine herzliche und freundliche Bedienung … meist von mir persönlich oder dann vom Wasen-Team 🙂
Natürlich ist aber auch das kulinarische Angebot erwähnenswert.
Hier einige Highlights:
– Wallisersalat
– dicke Kartofellsuppe mit viel Käse
– frische und feine Gemüsesuppe mit oder ohne Hauswurst
– Käseschnitte mit Ei
– Walliserteller
– Wasmerfondue, speziell daran sind vor allem die Beilagen; Brot – Kartoffeln – Früchte – Sauergemüse
Das einzige was nicht immer toll ist, nach vielen Gästen die ein Wasmerfondue genossen haben, die Fonduecaquelon am nächsten Morgen zu reinigen 🙁
Panorama vom Hohliecht 2231müM
 Outdoor Whirpool by Night
Outdoor Whirpool by Day
grosszügiges Frühstücksbuffet
Walliserteller für 4-5 Personen
Fonduecaquelon zum putzen bereit

Ach ja und dann war noch der Valentinstag. Reservationen zur Übernachtung waren keine eingetragen. Doch 17 Personen haben den Abend bei feinem Essen, schöner Aussicht und einwenig „Valentinstag-Ambiente“ bei uns genossen. Eine junge Frau fragte am Telefon beim reservieren ob wir denn etwas „Valentinstag-Ambiente“ machen könnten?
Oh da wurde ich echt gefordert. So suchte ich im ganzen Haus alles was rot war und irgendwie nach Liebe aussah zusammen. Sogar rote Kerzen oder Kerzenhalter habe ich gefunden. Ein wenig stolz war ich dann schon beim Anblick von meinem kreativen Werk, als ich dann noch von dem besagten Gast ein ein freudiges Lächeln mit herzlichem Dankeschön erhielt, wusste ich – genau wegen solchen Abenden habe ich mich entschieden – diesen Weg einzuschlagen. Direkte Dankbarkeit und freudige Gäste, die sich einfach nur freuen über Kleinigkeiten, welche für sie aber von grosser Bedeutung sind. Das ist ERFÜLLUNG pur.

So als Hüttenallrounderin hat man einen sehr vielseitigen Alltag. Um nur weniges davon zu erwähnen; Frühstück zubereiten, Wäsche waschen und zusammen legen, Zimmer/Betten machen und reinigen, putzen im ganz Allgemeinen, die Gäste bewirten, Kochen, Schnee schaufeln oder auch mal den Ofen einfeuern. Ja ja das liebe gute Feuer. Zu Beginn definitiv nicht mein Freund, aber langsam hab ich den Dreh raus. Wie muss welcher Hebel genau gestellt sein, damit es nicht gleich wieder erlischt oder gar erstickt. So war ich auch heute morgen wieder freudig, als das Feuer wunderschön brannte und meine Übernachtungsgäste zum Frühstück kamen und sich sehr darüber freuten in das warme und heimelige Restaurant zu sitzen. So wenig … kann so viel sein.
mein stolzes Feuer am Morgen

Ja und da wäre noch die letzte kleine Geschichte. Es geht um mein „Abstellchämmerli“, da wo ich jeden Abend mich ins Bett lege und jede Nacht unglaublich gut, tief und erholsam schlafe. Zu Beginn der Saison waren wir ja noch zu viert und das Mitarbeiterzimmer hat leider nur drei Betten. Das wusste ich aber von Anfang an, aber ich bin ja unkompliziert und einfach. Darum habe ich jeden Abend die Wahl, entweder in einem leeren Bett zu übernachten oder eben in diesem Abstellchämmerli. Da ich wusste, dass vor mir schon andere Angestellte lange und gut hier geschlafen haben, entschied ich mich für das so genannte Abstellchämmerli. Es ist wirklich klein und ich kann an keinem Ort aufrecht stehen, aber es hat eine bequeme Matte, eine warme Daunendecke und ein kleines Öfeli und etwas Platz für meine persönlichen Sachen,  was will ich mehr?! 🙂

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07.02.2017 … dem Perfektionismus auf 2’000müM … zum Trotz

Der Winter kommt in langsamen Schritten auf die Wasenalp. Nicht das es bis jetzt zu warm gewesen wäre, nein ich meine damit die Schneemenge. Viele wünschen sich mehr Schnee, natürlich gehöre ich auch dazu, aber ich bin doch auch dankbar das er in kleinen Schritten kommt. In den letzten Tagen hat es ca. 20-30cm geschneit. Was schneeschaufeltechnisch gut zu händeln ist.

Audrey und Julian begannen am Vormittag mit den Flächen direkt ums Haus herum. Somit blieb mir am Nachmittag die Terrasse, wo auch der Whirlpool drauf steht. Ich freute mich sehr, denn die Aussicht von da ist einfach atemberaubend, da merkt man fast nicht wie gross die Terrasse ist.

So während dem schaufeln beobachtete ich mich selbst, wie da der gute alte Perfektionismus plötzlich wieder präsent war. Ich arbeitete mich durch mit drei grossen Hifsmittel, zwei unterschiedliche Schaufeln und einen Besen. Die erste Schaufel für die grosse Masse, die zweite für die Details und der Besen für’s Finnish 🙂 … bitte nicht lachen! Das war wirklich wichtig, nur so kam ich an ein sauberes Ergebnis. So nach ca. 3/4 kam Julian auf die Terrasse und meinte nur … wow du machst das aber gründlich. Ich stellt mich hin und meinte zu ihm „weisst du Julian, früher konnte ich mich bei Präsentationen im Detail verlieren, heute mache ich das beim Schnee schaufeln“ :-). Doch er hatte absolut recht, so fein säuberlich eine Terrasse vom Schnee zu befreien, da war mal wieder typisch Nicole. Zu diesem Zeitpunkt sah die Terrasse so aus …..

… tja nun fragt man sich; hab ich etwas dazu gelernt und lies den letzten Viertel so stehen, denn es hat ja bereits wieder angefangen zu schneien. Denn um den Perfektionismus zu besiegen müsste ich eigentlich genau jetzt aufhören ….
oder machte ich weiter bis auch der letzte Viertel geschafft war? …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…. natürlich machte ich fertig, dies aber im vollem Bewusstsein und schon fast mit eine extra Portion Trotz … so nach dem Motto … Perfektionismus auf 2’000müM … es holt einem immer wieder ein, aber schön wenn man darüber lachen und schreiben kann 🙂

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16.01.2017 – Wasenalp im Mondschein

Wow was für ein Morgen … heute (Montag) bin ich früh aufgestanden um mit dem ersten Postauto Richtung Brig zu gelangen. Meine sieben Sachen hatte ich am Vorabend bereits gepackt und so nahm ich mein Rucksack und meine Schneeschuhe und lief von der Wasenalp um 06:40 los. Abends dachte ich noch … doof hab ich meine Strinlampe nicht dabei und die ganze Zeit das Handy (Taschenlampenfunktion) hoch halten, könnte kalt und mühsam werden. Doch es kam ganz anders. Der Weg – den ich doch langsam gut kenne – wurde mir wunderbar vom Mond beleuchtet. Wunderschön präsentierte sich der frisch verschneite und winterliche Weg im schönsten Mondlicht. Ich hörte ausser dem klappern meiner Schneeschuhe und dem Schneeknirschen nichts, absolute Stille begleitete mich bis nach Rothwald Post. Audrey (mein Teamgspöndli) ging bereits früher los und das mit dem Snowboard, ich konnte also ganz einfach ihrer Spur folgen. Oft gab es neben ihrer Spur noch frische Tierspuren. Ich fragte mich, welche Tiere sich wohl so früh morgens in der frischen Winterlandschaft austoben 🙂
Ich deponierte meine Schneeschuhe und Stöcke an einem sicheren Plätzli und stieg relativ bald ins warme Postauto ein. Dies brachte mich nach Brig. Der Tag brachte Licht und so präsentierte sich die ganze Weite in der weissen Winterpracht … magisch und unvergesslich schön.

Ach vielleicht sollte ich von vorne beginnen 🙂 Ja am 25.12.2016 habe ich mich früh morgens auf den Weg ins Wallis gemacht. Ich war gespannt und freudig auf die Zeit die mir bevorstand. Von Tür zu Tür war ich knappe vier Stunden unterwegs, jedoch kam es mir gar nicht so lange vor, denn die Aussicht aus dem Zug war immer wieder wunderschön und vor allem sehr neu. Kurz vor elf Uhr traf ich in der Wasenalp ein. Der Weg zu Fuss war einfach, da es zwar ein wenig Schnee hatte, dieser aber gut abgelaufen war und somit brauchte ich die Schneeschuhe nicht zu montieren.
Freudig wurde ich von Magdalena und Fredy Tscherrig empfangen und langsam trafen alle Teammitglieder auf der Wasen ein. Ich fühlte mich schnell ganz wohl und packte an. Als Hüttenallrounderin steht es schon in der Bezeichnung, es wird alles gelernt und gemacht. Von putzen bis kochen über zum servieren. Nach der ausführlichen Einführung durch Fredy wussten wir alle vier schnell, was wir täglich zu tun haben werden.
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Gleich am nächsten Tag stand im Reservationsbuch, dass meine lieben Freunde Deborah & Matthias für drei Nächte zu Gast auf der Wasen sein werden. Ich freute mich riesig. Was für ein Start, wenn man diesen mit lieben Menschen teilen darf.
Ganz schön war auch, dass ich in diesen Tagen doch immer wieder etwas Zeit mit ihnen verbringen konnte. So sassen wir lange vor dem Kamin, genossen die Wärme und führten  gute Gespräche oder wir gingen gemeinsam auf eine kleine Schneeschuhtour. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und bald schon mussten sie am 29.12.2016 die Wasenalp ganz früh morgens verlassen 🙁 … nochmals ganz lieben Dank … schön wart ihr da :-*
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Tja und so schlich sich auch der Jahreswechsel immer näher. Die Tage vergingen wie im Fluge. Schon bald stand der nächste schöne Besuch im Buch. Judith hat sich entschieden ganz alleine und hoch schwanger, den Silvester bei mir auf der Wasen zu feiern. Über Mittag hatte ich eine Pause, ich genoss diese bei der kleinen Kapelle oben an der Sonne. Plötzlich winkte sie mir zu. So blieb uns etwas Zeit zum quatschen und für sie zum langsam ankommen.
Der Silvester selbst war natürlich für mich mit viel Arbeiten verbunden. Wir wussten alle, dass es einen langen Tag geben würde. 32 Übernachtungsgäste plus 50 Gäste zum Silvester-Dinner. So gegen vier Uhr plumpste ich überglücklich und erschöpft ins Bett. Ein unvergessliches Silvester wird in meiner Erinnerung bleiben.
Schön Judith warst du hier … ganz lieben Dank :-*
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Am ersten Neujahrstag ging es aber im gleichen Tempo weiter. Ein 50igster Geburtstag mit 50 Personen (geschlossene Gesellschaft) und zusätzlich noch wenigen Übernachtungsgästen stand auf dem Programm. Also ein Klaks zum Abend davor 😉
Vieles war über diese Gesellschaft bekannt … wann – wie viele Personen – Wasmer Fondue –  Mitternachtsanstossen – ca. 02:00 Uhr fertig!
Wer kommen wird war zwar Fredy bekannt, aber nicht dem Team. So geschah es, dass ich doch glatt meinen ersten „Promi“ bedienen durfte … seht selbst … es war auf jeden Fall ein weiterer unvergesslicher Abend mit tollen Gästen, viel Freude und einem zufriedenem Geburtstagskind 😉 (Promi nicht gleich Geburikind!)
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Nach neun Tagen Wasenalp, verliess ich am 2.1.2017 schweren Herzens die Hütte und ging zurück ins Flachland. Das mir das sooo schwer fallen würde, hätte ich echt nicht gedacht. Aber eigentlich hätte ich es wissen müssen, denn von der Glattalp runter war es auch immer wieder schwierig. Die Berge geben einem so viel Kraft, Energie, Ruhe und Geborgenheit. Die Weite und Stille lässt einem viel Raum und Rückzug. Es ist unbeschreiblich an einem so schönen Ort arbeiten zu dürfen.
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… und doch ist es auch immer wieder schön, die Weite in Horgen zu geniessen …
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2017 … neues Jahr … neues Glück … neue Herausforderungen …

Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte … ein herausforderndes – teils schweres – oft sehr schönes und lehrreiches 2016 neigt sich langsam dem Ende zu. Ich habe viel erlebt, habe geweint – geliebt und gelacht, aber vor allem habe ich viel gewonnen. Reich an neuen Erfahrungen, habe ich mich entschieden einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Ich werde nach Weihnachten als Hüttenallrounderin auf der Wasenalp zu finden sein und dies bis Ende März 2017 jeweils immer von Fr-So/Mo. Über Besuch freue ich mich natürlich sehr. Im Sommer werde ich dann die ganze Saison auf der Glattalp sein. Ich freue mich sehr auf diese Rückkehr.

2016-12-10-11-15-58 www.wasenalp.ch

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In diesem Sinne und auf diesem Weg, wünsche ich euch allen von ganzem Herzen besinnliche, ruhige und liebevolle Festtage. Geniesst die Zeit mit euren Liebsten und startet gesund und munter in ein neues Jahr … 2017 …

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Spontane Rückkehr auf die Glattalp … 02.10.2016

Am Dienstag (27.09.2016) in der Nacht habe ich mich, nach langem hin und her, entschlossen die Anenhütte, früher als geplant, zu verlassen und auf die Glattalp zurück zu kehren. Gründe dafür gab es einige, doch diese möchte ich hier nicht kundtun.

Die Zeit auf der Anenhütte war kurz, schön und lehrreich. Ich durfte mit einem tollen Team arbeiten und viel lachen. Die Stimmungen im Lötschental, wie auch die kommenden Herbstfarben, waren wunderschön zu beobachten und zu geniessen. Danke dem ganzen Anenhütten-Team für diese schöne Zeit, ich werde euch noch lange im Herzen tragen.

Am Donnerstag früh morgens machte ich mich also auf den Weg zurück auf die Glattalp. Die Freude stand mir deutlich im Gesicht geschrieben 🙂 . Schon die Anreise war traumhaft schön, Pilatus und Rigi zeigten sich von der schönsten Seite, im Morgenrot gekleidet. Zuerst gönnte ich mir beim Älplerpaar Beatrice und Dani ein feines Frühstück. Anschliessend stieg ich in die Luftseilbahn und schwebte auf die Glattalp. Freudig wurde ich von Gabi (Arbeitskollegin) empfangen. Es ist schön wieder hier zu sein.

Diese vier Tage waren schön und wichtig. Es hat mir nochmals gezeigt, dass dieser wunderbare Fleck Erde – Glattalp – ein Kraftort der ganz besonderen Art ist. Ich kann und will es nicht in Worte fassen, sonst würde ich es noch reduzieren. Nein, ich glaube diesen Ort muss man einfach erleben und geniessen, nur dann versteht man, von was ich spreche. Die Zeit hier war für mich Erholung pur, auch wenn ich viele Stunden gearbeitet habe, oft tot müde ins Bett gefallen bin. So weiss ich, dass ich lange lange nicht mehr so glücklich und entspannt war, wie in den letzten paar Wochen hier auf der Glattalp.

Am Sonntagabend habe ich die Glattalp schweren Herzens fürs 2016 definitiv verlassen. Doch ich weiss und bin mir ganz sicher, zu diesem Ort werde ich ganz bestimmt zurück kehren …

… und hier wie immer noch einige schöne Bilder zu meinem heutigen – vorerst letzten -Eintrag in der Kategorie „Hüttenleben 2016“

Der letzte Blick bei der Fafleralp unten, zur Anenhütte hoch über die Lonza …2016-09-28-16-00-492016-09-28-15-51-07

Zurück in der Seilbahn vom Sahli auf die Glattalp …
2016-09-29-10-06-27

Weitsicht über die ganze Glattalp vom Mütschen …
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… es ist aber auch schön wieder zu Hause zu sein …
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Veröffentlicht unter Hüttenleben 2016 | Kommentare deaktiviert für Spontane Rückkehr auf die Glattalp … 02.10.2016

Ein Praktikum auf der Anenhütten im Lötschental … 23.09.2016

Vor genau einer Woche habe ich, die mir vertraute Glattalp verlassen und reiste via Zwischenstopp in Horgen, ins Wallis. Genauer gesagt ans Ende des Löschental, auf die Anenhütte. Mehr Details zur Hütte findet ihr unter … www.anenhuette.ch

Diese Hütte ermöglicht einem ein zweiwöchiges Praktikum. Wärend dieser Zeit bekommt man einen Einblick ins Hüttenleben, einer sehr exklusiven Hütte mit 50 Betten auf 2’358 Meter über Meer. Wenn ich schreibe Einblick in alle Bereiche, dann gehören da natürlich alle Arbeiten dazu. Von putzen, waschen bis über eine Hütte wintertauglich machen. Denn bald ist hier Saisonende und die Hütte geht in den wohlverdienten und kalten Winterschlaf.

Bei einer so grossen Hütte ist natürlich auch das Team grösser und vorallem fix geplant im Einsatz. So sind meist zwei Praktikanten da und jetzt (Nebensaison) jeweils zwei Angestellte. Diese kreuzen sich im Einsatz von Freitagabend bis Sonntagabend. Es ist jetzt also Freitagabend und wir sind vier plus zwei. Das Weekend steht uns bevor und auf dem Programm steht „Tag der offenen Tür“. Ich freue mich drauf und hoffe es kommen viele Gäste.

Viel mehr weiss ich leider noch nicht zu schreiben, denn die Woche war im Vergleich zur Glattalp eher stressfrei und gut durchgeplant. Hier aber noch ein paar Bilder von dem wunderschönen Ort.

Der Anensee … wobei Seeli treffender wäre 🙂                        image

Am Mittwochnachmittag schenkte uns die Natur einen traumhaften Regenbogen ….. image

Gestern Donnerstag früh morgens … dieses Nebelmeer … image

Heute war ich für’s Frühstück zuständig …
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Hüttengeschichten … 15.09.2016

Die fünf Wochen hier auf der Glattalp sind leider in wenigen Tagen für mich, für diese Saison, bereits zu Ende. Sehr schade, denn ich habe die Zeit hier sehr genossen. Ich habe viel gelernt, bin über mich heraus gewachsen und durfte so viele liebe Menschen treffen. Von diesen Wochen könnte ich hier so viele schöne, lustige und berührende Geschichten erzählen, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll.

Über das erste was ich berichten möchte, sind die vielen Besuche von so vielen lieben Menschen aus meinem Umfeld. Einige kamen aus dem Ausland, einige sogar zweimal, einige haben übernachtet, einige kamen überraschend, einige im strömenden Regen, doch die meisten bei strahlendem Sonnenschein und mit viel Freude auf ein Wiedersehen mit mir. Nicht immer hatte ich viel Zeit für euch, aber ich habe mich über JEDEN von euch gefreut. Es hat mich berührt und macht mich dankbar für ein so tragendes Umfeld.

Ganz lieben DANK an ALLE die hier waren 🙂

Am letzten Wochenende vom August fand das jährliche „Clubbing“ bei uns statt. Good Vibrations and easy Listening mit DJ Hermann. Es war ein erfolgreicher Event. Das Gasthaus war voll bis unter’s Dach. Schönes Wetter, tolle Musik und viele Menschen die jeden Moment in vollen Zügen genossen haben und mit uns mit gefeiert haben. Am Abend haben wir dann noch ein schönes Lagerfeuer angezündet und uns unter dem klaren Sternenhimmel etwas aufgewärmt. Einfach unvergesslich.

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Immer wieder berührend waren auch die unterschiedlichen Klänge auf der Alp. Gäste die für uns auf der Mundharmonika spielten und uns zum singen animierten …. oder die wiedervereinte Familie, welche auf unserer Handorgel, Stunden im Stübli spielten …. oder das Chörli welches zu Besuch war und uns ein zwei drei Lieder sangen …. oder der nette ältere Herr mit seinem Alphorn, welcher die Glattalp von verschiedenen Standorten aus mit seinen Klängen mehrmals zum hinhören verzauberte. Momente welche ich noch lange in meinem Herzen tragen werde.

Kurzes Video zum Alphornbläser:

https://www.dropbox.com/s/ons2iczj3hk2fzk/2016-08-24%2004.48.30.mp4?dl=0

Das dritte was ich mit euch teilen möchte ist eine Tradition der Älpler. Es ist der Alp-Segen. Dieser wird am Abend nach getaner Arbeit in die Weite gesproche respektive heraus gesungen. Hier Details zum Alp-Segen gemäss Wikipedia: „Der Alpsegen, auch Betruf, Ave-Maria-Rufen, Sennen-Ave (in Liechtenstein) oder Sankt-Johannis-Segen genannt, ist ein Schutzgebet in Form eines Sprechgesangs. In einigen katholischen Teilen der Alpen wird er allabendlich vom Senn auf einer kleinen Anhöhe seiner Alp gerufen. Es handelt sich um einen textbezogenen Sprechgesang mit Rufmelodik und psalmodierendem Vortrag ohne Liedgestalt. In einer Art Gebetsrezitation werden nach allen vier Himmelsrichtungen Maria und die Schutzheiligen nach Schutz für alle Lebewesen und die Habe auf der Alp angerufen.“

Hier das Video vom Alp-Segen des einen Älplers Dani Bürgler respektive seiner jüngsten Tochter Erika:

https://www.dropbox.com/s/iwjulwmp03bfwdt/2016-08-26%2018.10.06.mp4?dl=0

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Den Alpabzug habe ich leider verpasst, aber es wurde mir viel erzählt und ich weiss, irgendwann werde ich es selber miterleben dürfen.

Den letzten Teil in diesem Beitrag möchte ich dem Gasthaus Glattalp widmen. Vorallem aber Michi meinem Chef und dem Team. Er hat mich viel gelehrt, wir haben viel gelacht, fleissig gearbeitet und schöne Momente verbracht. Ich bin dankbar diese Chance bekommen zu haben, als Quereinsteigerin, in ein mir völlig unbekanntes und neues Gebiet Einblick bekommen zu haben. Wer weiss … vielleicht bin ich ja in der nächsten Saison wieder hier … denn vermissen werde ich es auf jedenfall. Herzlichen Dank für alles, es war eine schöne und unvergessliche Zeit hier auf der schönen Glattalp.

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Veröffentlicht unter Hüttenleben 2016 | Kommentare deaktiviert für Hüttengeschichten … 15.09.2016

Eine Woche Alpleben … 17.08.201

Wie doch die Zeit vergeht. Eine Woche hier auf der Glattalp ist bereits vergangen und ich durfte schon so viel erleben. Meine Tätigkeit ist so vielseitig und lebendig. Warum lebendig? Weil es sich mit dem Wetter und den Gäste immer wieder ganz schnell verändern kann. Nach trübem tristem Wetter mit nur wenig Gäste, kann ganz schnell die Sonne kommen und mit ihr die freudigen und vielen Gäste. Ja und das macht es lebendig.

Das Gasthaus Glattalp ist übrigens wie es der Name sagt, ein Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit. Es hat zwei sehr schöne Doppelzimmer, ein 8er Zimmer und ein Massenschlag mit 24 Matratzen und alle sind mit flauschigen Daunendecken ausgestattet. Man braucht nur noch ein Seidenschlafsack, wer keinen besitzt, kann diesen aber auch hier mieten. Zur Übernachtung kann die Hablpension gebucht werden. Somit geniesst man am Abend ein feines viergang Menü und am morgen ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Viele Zutaten kommen direkt aus der Region.

Für mich also die beste Möglichkeit, mich mit meinen Kochkünsten auszutoben und die Gäste zu verwöhnen. So bekommen zum Beispiel die Gäste, welche ein feines Schweinssteak vom Grill bestellen, mein griechisches Tzatziki dazu serviert. Verändert sich natürlich täglich, da man hier auf der Alp nicht immer über die gleichen frischen Zutaten verfügt, aber genau das macht es spannend.

In der zweiten Nacht der vielen Sternschnuppen war es wunderbar klar. Die beste Gelegenheit – eingehüllt in flauschig warmen Decken – mit unseren Übernachtungsgästen nach draussen zu sitzen und das Naturspektakel mit einem Glas Wein zu geniessen. Hoch in den Bergen, ohne Lichtverschmutzung und in absoluter Stille, ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis.

Oh und fast hätte ich es vergessen, das Gasthaus Glattalp erreicht man ganz einfach mit einer kleinen Luftseilbahn. Von da geht ein leichter Weg ca. 10 Minuten bis zu uns. Für die fiten unter uns, steht an Stelle der Luftseilbahn eine schöne etwas steile Wanderung an von ca. 2 Stunden. Somit werden unsere Lebensmittel, Getränke und andere wichtigen Sachen mit der Luftseilbahn hoch transportiert. Von der Bergstation holen wir sie dann mit dem Traktor ab …. Saugaudi 😉

Leider ist das Wetter für die kommden Tage nicht so gut angesagt. Das gibt einem Zeit für diverse andere Tätigkeiten. Wie aufräumen und nachputzen von den sonnigen Tagen. Oder das Web nach neuen Rezepten zu durchstöber für neue Kreationen. Oder ganz einfach mal wieder die eigene Website mit einem neuen Beitrag zu befüllen. Es wird einem also bestimmt nicht langweilig.

Ich freue mich nun auf meine zweite Woche. Leider muss ich mich am Freitag von Magdalena (meine Vorgängerin) verabschieden. Sie hat mir viel gezeigt, beigebracht und wir haben so viel gelacht. Danke liebe Magdalena … es ist schön dich kennen gelernt zu haben und ich wünsche dir für deine Reise viele unvergessliche Momente.

Hier nun noch einige schöne Momente im Bild festgehalten ….

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