12.06.2018 … Der Hüttenzauber hat mich wieder …

Ja genau … mit dem letzten Weekend hat die Hüttensaison für den Sommer 2018  für mich definitiv begonnen. Zwar war das bereits das zweite Wochenende auf der schönen Leglerhütte (www.legerhuette.ch), jedoch gönnte ich mir letzte Woche ein Kontrastprogramm der Superlativen. Ich sag nur Hüttenleben versus Messeprogramm oder auch unglaubliches Bergpanorama zu vollen Messehallen 😉

Am 1. Juni starteten wir in die Sommersaison auf 2’273 Meter über Meer auf der wunderschön gelegenen Leglerhütte, welche im ältesten Wildschutzgebiet Europas – dem Freiberg Kärpf – liegt. Die SAC Hütte – Section Tödi – wurde im 2007 umgebaut und verbindet alten Hüttencharm mit modernem Komfort, ist unglaublich gemütlich und umgeben von einer atemberaubenden Bergwelt. Ja genau und dieser schöne Ort ist für diesen Sommer mein zu Hause resp. mein neuer Arbeitsort bis Ende September.

Vorab schon mal … jeden Samstag auf Sonntag sind wir bereits bis Mitte Oktober ausgebucht. Das heisst, wir haben 60 Schlafplätze und diese sind heiss begehrt. Warum? Tja eben, weil diese Hütte einfach traumhaft gelegen ist, aber vor allem auch gut erreichbar. Der Wanderweg von Mettmen aus, ist in guten 2,5 Stunden erreichbar (T2). Wie man aber so schön sagen kann … es führen viele Wege nach Rom. So auch auf die Leglerhütte. Gerne kann man auch nur einen Tagesausflug planen, aber die wirkliche Schönheit kommt oft erst bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang zum Vorschein … also ist eine Übernachtung einfach nur ein MUSS.

Bald schon mache ich mich wieder auf den Weg ins schöne Glarnerland. Das Bergpanorama von der Legler aus geht von – alle drei Kärpf – rüber zum Tödi, Clariden, Glatten, Läckistock, Jegerstöcke, Ortstock, Höch Turm, Flätstock, Bös Fulen, Vrenelis Gärtli und Glärnisch und ganz ganz viele mehr. Ja genau … die meisten davon kennt ihr schon von meinen Erzählungen aus der Glattalp. Genua, ich sehe fast die gleiche Bergkette wieder, diesmal einfach von der anderen Seite.
Auf dem Weg zur Legler und auch direkt vor der Hütte hat es aber auch immer wieder schöne Seen. Leider sind diese teilweise noch mit Schnee bedeckt, aber die Sonne ist im Moment so stark, das kann sich nur noch um Tage handeln.

Tja und was war jetzt mit dem Kontrastprogramm?

Genau … wie einige noch wissen, war ich von November bis Mai bei der MCH Messe (Basel) für die Powertage und ineltec angestellt gewesen für 40%. Das war wirklich sehr spannend. Mal die Andere Seite einer Messe kennen zu lernen. Meine strategische Vorarbeit für die ineltec 2019 war relativ rasch erledigt und so durfte ich das Team der Powertage unterstützen. Liegt also nahe, dass ich dann auch bei der Durchführung dabei sein sollte. Dem war dann auch so … vom 5.-7. Juni 2018 fand diese in der Messe Zürich in den Hallen 5, 6 und 7 statt. Meine Aufgaben waren vielseitig und spannend. Besonders schön fand ich die Begegnungen mit bekannten Gesichtern. Ja, die Branche in der Schweiz ist überschaubar und immer mal wieder wechseln Menschen die Firmen, aber der Branche bleiben sie treu. So auch ich ;-). Darum möchte ich Euch auf diesem Weg mitteilen, ich werde zur Messe zurück kehren. Ab 1. Oktober 2018 werde ich zu 80% in Basel arbeiten, dies dann vorwiegend für die ineltec und später dann auch wieder für die Powertage.

Wär hätte das gedacht … ein griechisches-Züri-Stadt-Maitli … geht freiwillig nach Basel zur Arbeit und fühlt sich in den Bergen so wohl, als wäre es da Gross geworden. Tja die Zeiten ändern sich und mit ihr der Mensch.

Danke auf diesem Weg, meinen lieben Freunden, Verwandten und Bekannten … dass ihr mit mir diese Veränderung mitmacht, sie akzeptiert und mich in allem bestärkt und unterstützt. Schön treffen wir uns auch immer wieder … irgendwo und überall.

Danke auch all denen, die bereits jetzt schon auf der Leglerhütte zu Besuch waren und Sorry wenn ich nicht genug Zeit habe oder hatte. Das Hüttenleben ist unplanbar, denn wenn die Gäste da sind, dann ist auch die Arbeit da 😉

Und nun hier wie gewohnt noch ein paar schöne Bilder …

… der Weg zu Hütte …

… die Leglerhütte und ihr Panorama …
 

… die Powertage in Zürich …
 

… so nun muss ich aber endlich los … ich wünsche euch allen eine sonnig-warme Sommerzeit … auf bald wieder … eure Nicoletta 😉

 

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Die aktuelle Besucherliste:
– Markus Ch. mit Familie
– Lisi und Conny, mit Hänsel und Tochter
– Freundin von „Schümpi und Södi“ :-/
– Judith, Martin, Marianne und Germano
– Ronald v. d. M. mit Frau
– Thomas L. mit Familie

 

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23.-28.04.2018 … Konflager in Palagnedra Centovalli/TI …

Anfang März dieses Jahres, fragte mich ein lieber Freund, ob ich Lust und Zeit hätte Ende April für seine Konfirmanden im Konflager zu kochen. Ich schaute kurz auf meine Agenda und sagte dann gleich zu. Bei einer sooo tollen Gelegenheit muss ich einfach dabei sein und eigentlich wollte ich das schon immer mal machen – in einem Lager kochen.

  1. Könnt Ihr Euch noch an Euer Konflager erinnern?
  2. Was ist die Bedeutung der Konfirmation?

1A. Also ich kann es noch – teilweise … nein nein … darüber werde ich sicher nicht schreiben!
2A. Gemäss Wikipedia: Konfirmation (lat. confirmatio „Befestigung“, „Bekräftigung“, „Bestätigung“) ist eine feierliche Segenshandlung in den meisten evangelischen Kirchen, in der Neuapostolischen Kirche, der Apostolischen Gemeinschaft und in der Christengemeinschaft.
Die Segnung markiert den Übertritt ins kirchliche Erwachsenenalter.
Meine Konf war am 16. Juni 1991 … wow auch schon lange her 🙂

Also … es handelt sich um zwei Zürcher Gemeinden, welche gemeinsam ins Tessin reisen, um ein Teil ihrer Konf-Vorbereitung, da zu machen. Es waren, 18 Konfirmanden, 2 Pfarrer, 1 Jugendarbeiter und ich, vor Ort. Die 18 Jugendlichen, gleich viele Mädchen wie Jungs, sind alle im 15ten Lebensjahr … also voll in der Pubertät 🙂 … na bravo.

Nach Ostern fing ich langsam an zu überlegen, was ich denn für diese Kids kochen werde. Ich machte mir einen Kochplan und die daraus resultierende Einkaufsliste.

Die Woche vor dem Lager durfte ich sogar bei der einen Klasse zur Vorbereitung zum „Konfunti“. Ich war froh um diese Stunde. Drei Mädchen äusserten sich über ihr Wünsche, vorwiegend waren dies Süsse-Wünsche. Sie wollten unbedingt backen. Das erfülle ich ihnen doch gerne. Ausserdem nahmen sie mich im gemeinsamen WhatsApp-Chet auf. So konnte ich herausfinden ob es noch den/die Eine oder Andere Allergie oder Unverträglichkeit gab. Das war sehr hilfreich, denn Ja, es gab da eine Vegetarierin, eine Veganerin und einer der auf Haselnüsse allergisch reagiert. So konnte ich auch diese Gegebenheiten und Wünschen respektieren.

Jetzt war also mein Kochplan und die Einkaufsliste komplett. Meine Mutter gab mir noch zwei extra Lager-Kochbücher zur Hilfe, damit ich sicher auch mit den Mengen klarkomme. Ausserdem war ich der sicheren Überzeugung, dass ich das mit den Mengen gut im Griff hätte – nach bald zwei Jahren Hütten-Erfahrung! Doch ich muss euch leider verraten, nach dieser Woche, herrschen bei mir andere Masseinheiten 🙂

Hier der Kochplan und ein paar Bilder:
      

Wie ihr seht, war das ein reichhaltiger und vielseitiger Kochplan und im Grossen und Ganzen, waren die Kids sehr zufrieden und dankbar mit mir. Die Süssen-Wünsche erfüllten wir spontan. Mal gab es Brownies, eine feine Himbeer-Roulade, Heidelbeer-Muffins, Aprikosen- und Zwetschgen-Wähe oder mit den Resten noch Nutella-Schnecken.

Natürlich musste ich die ganze Küchenarbeit nicht alleine bewältigen. Jeden Tag stand mir eine neue Gruppe, von 4-5 Helfern zur Verfügung. Diese waren bunt-gemischt und wurden zu Beginn der Woche mit einem Bild-Puzzle erkoren. Mit bunt-gemischt meine ich nicht nur das Geschlecht, nein auch die zwei Gemeinden haben sich von Anfang an, gut vermischt und zu einer super-tollen Gruppe gebildet. Ich glaube zu behaupten, dass sich aus diesem Konflager so die eine oder andere lange Freundschaft bilden wird. Auch mir ist so der eine oder andere Teenager ans Herz gewachsen.

Alles in Allem, war es eine wunderschöne und supertolle Woche für mich. Ich habe die Zeit mit den Kids sehr genossen, viel gelernt und auch viel gelacht. Und ohne zu zögern würde ich es jeder Zeit wieder tun.

Nun wünsche ich diesen jungen Persönlichkeiten von Herzen eine unvergessliche Konfirmation und einen guten Start ins „Erwachsen-Sein“. Mögen sie sich noch lange an diese Woche im Tessin erinnern und vor allem ans Wochen-Motto, welches wie folgt lautete:

„reduced to the max“ oder auch auf Deutsch „weniger ist mehr“ oder in den Worten vom Pfarrer zu Beginn der Woche: wir reduzieren uns in Vielem und versuchen das Maximum heraus zu holen.

So will auch ich mir – und hoffentlich ein paar von meinen treuen Lesern – dies mal wieder in Erinnerung rufen. Möge diese Redewendung für viele von uns paradox erscheinen, macht es doch Sinn, ab und an etwas bewusst wegzulassen um dann, an dem «wenigen» was bleibt, sich bewusst zu freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen ruhigen Auffahrts-Donnerstag. Ich freue mich über den Regen, so geniesse ich – mit gutem Gewissen – einen ruhigen Tag zu Hause für mich ganz alleine.

Und natürlich hier noch ein paar schöne Bilder zu meiner tollen Woche in Centovalli/TI.

Das Dorf Palagnedra … fast am Ende vom Centovalli …
  
     

Die Wanderung im Onsernone Tal … von Spruga bis zu „Bagni di Craveggia“ (eine alte Therme) und wieder zurück nach Spruga …
          

Der Nachmittag im „Teatro Dimitri“ im Dorf Verscio …
        

Ach ja und am Freitag-Abend wurde der ZSC in Lugano Eishockey-Schweizer-Meister. Natürlich habe ich mit einigen Kids, am Mittwoch und auch am Freitag, den Match im TV verfolgt. Das waren lustige Abende 🙂

… und hier zu guter letzt noch ein Gruppenbild am Bahnhof von Palagnedra …

Alles Liebe und Gute … Eure Nicoletta …

 

 

 

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10.04.2018 … Kennst Du Deine Grenzen?

Vor bald zwei Jahren, durfte ich eine lehrreiche Zeit im RehaZentrum Davos (Clavadel) erfahren. Da war EINE Übung, welche mir mächtig zu schaffen machte. Wohlerwähnt, die Übung war super für mich. Ich bin heute noch sehr dankbar um diese Erfahrung und um die ganze Zeit in Clavadel. Doch mit der Zeit geht auch so das eine oder andere in Vergessenheit. Plötzlich ist man wieder im Altag, vergisst mal da mal dort was und die lehrreichen Situationen kommen einem erst wieder in den Sinn, wenn man mal wieder an seine eigenen Grenzen stösst.

Kennst Du Deine Grenzen?
Kannst Du diese in Worte fassen?
Oder muss Du sie zuerst spüren?

Ja … in den letzten paar Wochen bin ich mal wieder so richtig an meine Grenzen gekommen (physisch wie psychisch). Es hat mich mal wieder so richtig wach gerüttelt. Was mache ich da mit mir? Wem muss ich etwas beweisen? Für wen erbringe ich diese Leistung? Warum mache ich das immer und immer wieder? Und wie werde ich dieses alte Muster endlich und endgültig los?

Das waren viele anstrengende Fragen und vor allem Erfahrungen. Doch das schönste am ganzen ist, dass ich mir heute dieser Grenzen und Gefühle bewusst bin. Heute spüre ich was mit mir passiert. Heute erlebe ich meine Grenzen in vollem Bewusstsein. Heut im Hier und Jetzt kann ich handeln. Kann – auch wenn bewusst – über meine Grenzen gehen, ohne das ich mich verletzte. Heute kann ich für mich einstehen und mir meiner Grenzen ganz klar sein. Bis hier hin und kein Schritt weiter!

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Diese Zeilen habe ich Anfang April geschrieben. Warum ich sie nicht veröffentlicht habe? Keine Ahnung … darum tue ich dies jetzt noch. Es ist nie zuspät … Worten und Gefühlen Platz zu schaffen. Vielleicht stellt sich jeder mal wieder die Frage:

Wo sind meine Grenzen?

1. Mai 2018 … Tag der Arbeit … ich wünsche Euch allen einen friedvollen und sonnigen Tag … Eure Nicoletta

PS: … als ich das erste mal über die Grenze ging und mein Ziel erreichte wurde ich mit diesen Bildern belohnt …

   

 

Veröffentlicht unter Leben heute ... 2018 | Kommentare deaktiviert für 10.04.2018 … Kennst Du Deine Grenzen?

20.02.2018 … Updates …

Vor genau 5 Monaten habe ich meinen letzten Bericht live geschaltet. Schade … das wollte ich nicht, dabei hätte es viel zu erzählen gegeben. Heute will ich aber auch nicht die vergangene Zeit erzählen, denn was ich gelernt habe in den letzten Jahren ist …

… und ich darf täglich schöne Augenblicke erleben … ich habe also genug zu berichten 🙂

Mein heutiger Beitrag heisst „Updates“ … ich möchte euch also gerne ein Update von meinem aktuellen SEIN geben.

Eine ganz normale Arbeitswoche ist in meinem aktuellen Leben alles andere als normal.

Am Montag beginnt meine Woche mit einem Ruhetag, wie schön ist denn das. Ich starte die Woche mit einem freien Tag, einem Tag ganz für mich! So bekommt der Montag gleich eine ganz andere Bedeutung. Das schöne ist dann meist noch, dass ich diesen Tag mit einem lieben Mann verbringe. Ja das Leben hat mir einen liebenswerten und wunderbaren Mann geschenkt. Mit ihm vergeht die Zeit meist wie im Fluge. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Horgen, geht es oft spontan irgendwo an die frische Luft. Ob in die Höhe oder nicht, ob über oder unter der Nebeldecke, Hauptsache gemeinsam. Dabei lachen wir viel und geniesse unsere gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Der Montag vergeht meist viel zu schnell, aber was bleibt ist eine schöne Erinnerung, welche für die ganze Woche anhält.

Am Dienstag früh morgens steige ich dann in Horgen in die S8 und mache mich auf den Weg in Richtung Basel. Ja richtig … Basel … genauer gesagt zum Messeplatz. Da arbeite ich für zwei Tage im Messeturm, im 15. Stock. Traumhafte Aussicht 360 Grad über Basel. Wär hätte das gedacht. Ich arbeite für die Messe (MCH Schweiz), für DIE Messe wo ich so viele Jahre Besucher und vor allem Aussteller war. Schön auch mal die andere Seite zu erfahren. Spannend zu sehen, was es alles braucht, dass eine Messe überhaupt zu Stande kommen kann. Vor allem aber ist es auch wieder schön in der Branche zu sein. Eine Rückkehr nach zwei Jahren Pause. Eine Rückkehr wo man von der Branche mit offenen Armen willkommen geheissen wird. Schön zu wissen, dass man immer noch einen Platz hat. Danke. www.ineltec.ch
In Basel übrigens übernachte ich entweder bei lieben Freunden (Achim&Sylviane) oder in einem wunderschönen B&B … www.schlafbar.ch eine sehr empfehlenswerte Adresse. Den Dienstagabend in Basel geniesse ich oft für mich, schau mir etwas von der Stadt an oder treffe mich mit lieben Menschen.

Am Mittwochabend reise ich dann wieder zurück von Basel nach Zürich resp. Horgen. Ab und an mache ich dann in Zürich einen Stopp und treffe mich mit Freunden, aber oft auch bin ich einfach nur froh, mal wieder in meinen eigenen vier Wänden in Horgen zu sein.

Der Donnerstag ist dann wieder ganz mir, also mein zweiter freier Tag. Auch schön, so fast in mitten der Woche, wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Natürlich muss auch ich ab und an mal etwas im Haushalt machen. Oder wie gerade in den letzten paar Wochen, mich für den Sommer bewerben. Ja ich werde diesen Sommer (Anfang Juni bis Ende September) nochmals irgendwo in den Bergen auf einer schönen Hütte sein. Wo … ist noch nicht bekannt, aber schön wird es sicher sein. Natürlich werde ich bald davon berichten. Die Auswahl ist klein, aber die Orte „bombastisch“ … ich hoffe nicht, dass es für mich dann plötzlich heisst … „wer die Wahl hat, hat die Qual“.

Wo für viele am Freitag das Wochenende nah ist und somit Erholung auf dem Programm steht, da mache ich mich am Freitag wieder auf die Reise. Wenn ich so richtig ausgeschlafen bin, mein Rucksack gepackt habe, geht es mit dem Zug in Richtung Wallis. Nein nicht wo ich letzten Winter war. Nein, ich habe ein neues schönes Plätzli gefunden, wo es sich gut arbeiten lässt. Von Zürich geht es in zwei Stunden mit dem IC direkt und ohne Umsteigen bis nach Visp. Da steige ich ins Postauto um, welches mich in die Moosalp-Region, genau gesagt bis nach Bürchen, bringt. Im schönen Restaurant/Hotel Ronalp www.ronalp.ch bin ich im Service angestellt. Am Freitag- und Samstag-Abend jeweils im Stübli und je nach Wetter am Samstag und Sonntag tagsüber auf der Terrasse oder im Restaurant. Die Ronalp ist zentral gelegen, hat einen grossen Parkplatz vor der Tür und da beginnt auch gleich die Skipiste. Am Sonntagabend fahre ich dann mit dem letzten Postauto wieder nach Visp und so bin ich dann kurz vor zehn Uhr wieder in Horgen.

In einem heissen Bad lasse ich dann, eine abwechslungs- und lehrreiche Woche hinter mir. Über glücklich und zufrieden lege ich mich ins Bett und freue mich auf eine weitere neue Woche.

Ja so lässt es sich doch gut leben?! Dieses „Wochenprogramm“ wird sicher bis nach Ostern so bleiben. Wie sich die Woche dann gestalten wird, darüber werde ich euch sicher wieder berichten. Bis dahin schenke ich euch noch ein paar schöne Impressionen und bedanke mich, dass ihr immer wieder gespannt und freudig meine Zeilen liest …
alles Liebe eure Nicoletta

 
Ein Ausflug in den Bergen an einem Montag


Basel Messeturm … mein Arbeitsplatz


Die Aussicht vom 15. Stock in Richtung Messeplatz / Clarastrasse


Basel by night


Basel in the morning


Bürchen / Ronalp


Die Aussicht in der Moosalp oben


Meine Unterkunft in Bürchen / Ladies-Weg im Alpenrösli


Am Sonntag-Abend zu Hause in Horgen am entspannen (und aufwärmen)

Veröffentlicht unter Leben heute ... 2018 | Kommentare deaktiviert für 20.02.2018 … Updates …

20.09.2017 … Winter Wonderland im September …

Schon in meinem letzten Bericht habe ich erzählt, dass es bereits zu Beginn vom September (während des Alpabzuges) das erste Mal begonnen hat zu schneien. Die letzten Tage waren trüb, kalt und nass. Ja und auch immer wieder Mal hat es geschneit. Doch in den letzten 24 Stunden hat es alles Vorherige übertroffen. Heute Morgen sind wir aufgestanden und da lagen über 20cm Schnee auf den Tischen. Leider blieb es nass und trüb.

Doch mein Optimismus hat gewonnen. Kurz vor zwei Uhr, zeigte sich die Sonne. Ich packte mich warm ein … natürlich viel zu warm … nahm mein Handy und wanderte los in Richtung See.

Ziel war es unter anderem schöne Bilder zu machen und dann wollte ich unbedingt noch die Entenfamilie sehen und ihnen etwas altes Brot bringen.

Natürlich ist Enten füttern hier in den Bergen, nicht das gleiche wie im Flachland, nein sicher nicht. Diese wilden Enten hier in den Bergen fliegen gleich weg, sobald sich etwas «menschliches» nähert. Tja somit stellte ich mir die Frage, wo geh ich nun mit meinem Brot hin? Ich beschloss es zu teilen, die ersten paar Hände voll – schmiss ich in den See – in die Richtung der noch wenigen gebliebenen Enten. Ich lief weiter und auch einige Vögel begleiteten mich auf dem Weg. So legte ich auch ein paar Stücke auf einen Stein am Ufer des See’s.

Die Kulisse war atemberaubend. Die Wolken zogen vorbei und plötzlich waren Höch Turm, Furggele und Ortstock zu sehen. Langsam ging ich zurück, da ich auf dem Weg nicht um den See kam. Auf dem Rückweg begegnete ich dann wieder den Enten. Ich beschloss auch noch den Rest meines Brotes in den See zu werfen und zu hoffen, dass sie sich daran erfreuen.

Die Sonne schien mir direkt ins Gesicht und es war schön warm und ich genoss einfach nur die Stille. So beschloss ich kurzerhand noch einen Schneemann zu bauen.

Ab Abend gingen wir mal wieder zu unseren Nachbaren in die SAC Hütte hoch. Das war ein lustiger Abend. Auf dem Rückweg war es sternenklar und einfach traumhaft. Ein weiterer unvergesslicher Tag geht zu Ende.

Das Leben ist EINFACH SCHÖN 😊.

  

 

Veröffentlicht unter Hüttenleben 2017 | Kommentare deaktiviert für 20.09.2017 … Winter Wonderland im September …

07.09.2017 … dreiviertel der Sommersaison sind durch …

Vor bald drei Monaten, am 10. Juni haben wir den Betrieb im Berggasthaus Glattalp offiziell eröffnet. Noch in der ersten Woche lag Schnee, so dass wir unsere persönlichen Sachen und die frischen Lebensmittel zum Haus tragen mussten. Zu Dritt und jeder mit zwei Rucksätzen bepackt ist das mit zweimal laufen fast erledigt. Immer wieder mal halfen uns auch Gäste, die über die noch vorhandene Schneemenge überrascht waren.
 

Die ersten Wochen im Juni waren traumhaft schön, sonnig und warm. Man konnte zuschauen wie der Schnee schmilz und wie immer mehr Grün die Wiesen bedeckt. Bereits in der zweiten Woche konnten wir den Traktor (Mr. Kramer) aus dem Winterschlaf holen. Er bekam eine neue Batterie und ein neues Ladegerät, darum springt er nun immer fröhlich brummend an. Somit mussten wir bald nicht mehr buckeln, sondern konnten wie gewohnt ab der Seilbahn den Anhänger befüllen und vors Haus fahren.
  

Der Juni war bereits so warm, dass ich mich doch ein paarmal getraute im Glattalpsee zu schwimmen. Ich bin froh habe ich das im Juni noch gemacht, danach blieb mir entweder keine Zeit oder mir waren zu viele Leute auf dem Weg. Denn ganz ehrlich, in einem Bergsee geht man nackt baden, alles andere gehört in die «Badi» 😊.
 

Mit dem Juli kam das Vieh auf die Glattalp und mit ihm viel Leben, neue Töne und ganz viele lästige Fliegen. Leider aber war die zweite Hälfte vom Juli, wetter technisch nicht wirklich der Brüller. Oft waren die Wochenenden eher schlecht oder der Nebel spielte uns einen Streich. Doch mit dem Wechselspiel von Sonne und Regen ist etwas vorprogrammiert … wunderschöne und schon fast «kitschige» Regenbogen, welche sich traumhaft schön über die Glattalp wölbten. Oft war es ein Spiel von wenigen Minuten, man war im Haus und bemerkte wie der Regen nachlässt und plötzlich schien die Sonne rein. Man liess alles stehen und rannte ab nach draussen. Auch wenn es doch immer noch regnete, egal … Hauptsache ein schönes Bild respektive einen unvergesslichen Moment von einem Naturspektakel der ganz besonderen Art.
 am 29.07.2017 um 20:36
 am 06.08.2017 um 18:27
 am 10.08.2017 um 19:11
 am 15.08.2017 um 19:52

Am Nationalfeiertag zog ich zum ersten Mal mein Dirndl an, was an diesem sehr windigen Tag kein einfaches Unterfangen war. Manchmal wusste ich nicht recht, soll ich jetzt das Serviertablett oder meinen Rock festhalten. Der Wind war wunderschön lau und warm, trotzdem waren nur wenige Gäste bei uns auf der Glattalp, Schade eigentlich. Am Abend braute sich dann ein grösseres Gewitter zusammen. So mussten wir leider das Feuerwerk auf den zweiten August verlegen. Dieser Abend war dafür umso schöner. Wir sassen alle gemeinsam draussen, genossen die Wärme, die Ruhe und ein paar Zuckerstöcke. Die ersten Sternschnuppen waren auch bereits zu sehen.

Danach ging es im August leider ähnlich weiter wie im Juli, was nicht minder negativ tönen soll. Nein überhaupt nicht, man lernt so einfach jeden Tag zu nehmen wie er ist. Aller Wetter-App’s zum Trotz, am besten man schaute am Morgen aus dem Fenster und nahm den Tag wie er kam. Ändern konnte man ihn sowieso nicht und zwischendurch geniesst man auch mal etwas ruhigere Tage. Solche gab es auch ein paar und ich hatte sogar an sonnigen ruhigen Tagen mal spontan frei. Dann war meistens Wandern oder auch mal Wellnessen angesagt. SO SCHÖN. So endete dann der Monat August mit einem tollen Clubbing bei schönstem Wetter im ganz kleinen Rahmen. Tolle Musik, liebe Menschen und ein schönes Lagerfeuer … EINFACH nur GLÜCKLICH sein.

Wir befinden uns Anfang September und mit ihm heisst es bereits wieder Abschied nehmen. Denn für das Vieh wird es nahrungstechnisch langsam knapp. So trieben die Älpler – mit ganz vielen Helfern – letzten Samstag ihr Vieh zusammen und gingen damit runter ins Sahli. Mit dem Alpabzug kam auch bereits der erste Schnee. Ja ihr habt schon richtig gelesen SCHNEE im September. Für die Glattalp als niederschlagreichster und kältester Punkt der Schweiz … völlig normal.
 am 01.09.2017 um 17:05
 am 02.09.2017 um 07:38
 am 02.09.2017 um 09:44
 am 02.09.2017 um 18:22
 am 03.09.2017 um 10:43
 am 03.09.2017 um 14:45

Nun ist es wieder absolut Still auf der Glattalp. Ab und an hört man einen «Munggä» pfeifen oder vereinzelt ein Vogelgezwitscher. Umso mehr erschrickt man, wenn man in aller Ruhe in der Küche am Tun ist und plötzlich etwas laut gegen die Scheibe knallt. Was war das? Ich mache die Tür zum kleinen Balkon auf und schaue mich um. Ohje da liegt eine kleine junge Eule am Boden. Was mach ich jetzt?! Ich nehme ein Tuch und hebe das verstörte, noch lebende Tier sanft auf. Sein Herzli rast und auch ich bin etwas nervös. So etwas habe ich noch nie gemacht. Kann ich es retten? Leicht eingewickelt im Tuch lass ich es etwas liegen und beobachte es. Dies nur wo mir möglich, denn ich bin heute alleine im Einsatz und habe ein paar Gäste im Stübli. Zwischen Stübli und Küche, versuche ich mir meine Nervosität natürlich nicht anzumerken. Bald schon bewegt es sich wieder. Ich beschliesse, es nach draussen zu legen. Mache das Tuch auf, es «schwaderet» ein wenig und schaut mich komisch an. Ich gehe wieder rein zu meinen Gästen und beim nächsten Mal als ich raus komme ist sein Blick schon wieder deutlich. Es zwinkert mir zu, also wolle es sich bei mir bedanken und dann fliegt sie davon, als wäre nichts passiert.
 

Natürlich hätte ich noch ganz viele Geschichten zu berichten, doch ich will mal diesen «ersten» Bericht dieser Sommersaison nicht überfüllen. Lieber schmücke ich ihn mit schönen Bildern und den Erinnerungen an die vergangene Zeit.

DANKE all denen, die mich hier oben bereits besucht haben und viele schöne Momente mit mir gemeinsam geteilt haben. Dafür bin ich unendlich DANKBAR … Eure Nicoletta

 

Veröffentlicht unter Hüttenleben 2017 | Kommentare deaktiviert für 07.09.2017 … dreiviertel der Sommersaison sind durch …

04.06.2017 … Vorbereitungen in vollem Gange …

In einer Woche ist es endlich wieder soweit. Die Sommer Saison auf der Glattalp beginnt am 10. Juni und ich freue mich sehr. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange.

Schon vor einigen Wochen habe ich bereits drei Kräuter-Töpfe bepflanzt. Diese werde ich dann … sobald der Schnee weg ist … auf die Glattalp nehmen. Damit wir mit frischen Kräutern unsere Gäste kulinarisch verwöhnen können.

Auch habe ich in den letzten Tagen an der Website gearbeitet, Bilder und Texte aktualisiert. Doch da ist immer was zu tun, trotzdem lohnt sich ein Blick … Feedback ist willkommen 🙂 www.berggasthaus-glattalp.com

Zur Zeit überarbeiten wir noch die Speisekarte, damit unsere Gäste ein vielseitiges und schmackhaftes Angebot serviert bekommen.

Ausserdem bin ich auch fleissig am Werbung machen. Jeder der mit mir ins Gespräch kommt, weiss wo ich die kommenden 4-5 Monate sein werde. Ich will ja, das wir ordentlich zu tun haben.

Gestern machten wir uns schon früh auf den Weg in Richtung Glattalp. Leider aber streikte … wegen einer technischen Störung … die Luftseilbahn. So „mussten“ wir … gezwungenermassen … bei der Älpler Familie Bürgler, unten im Sahli, unser erstes Älplerkafi geniessen. Es ist einfach schön … schön wieder hier zu sein. Kurz nach elf Uhr konnten wir dann doch noch unsere Reise fortführen und in die Bahn einsteigen.

Oben angekommen, gab es einiges zu tun. Wir kontrollierten ob alles noch funktioniert, ob das Wasser fliesst resp. ob die Leitungen nicht zugefroren oder beschädigt sind. Haben die Fenster geöffnet und frische Luft herein gelassen. Die Spinnen aus dem Winterschlaf geweckt und deren Netze entfernt. Ein Teil der Terrasse von Schnee und Eis befreit. Das war übrigens ein steinhartes unterfangen, doch man konnte dabei wunderbar seine angestauten Aggressionen in Energie umsetzen … falls da welche waren 😉

Natürlich habe ich bereits ein Teil meiner persönlichen Utensilien (Kleider, Schuhe, etc.) hoch genommen. Für eine so lange Zeit ist es nicht einfach bereits jetzt schon zu packen. Ich bleibe ja doch bis mitte/ende Oktober und welches Wetter mir der Sommer schenkt, das haben mir die Muotithaler Wätterschmöcker leider noch nicht verraten.

Somit werdet ihr das nächste mal von mir lesen, wenn ich bereits die Alp ein paar Tage für mich genossen habe und das Haus wieder voll im Schwung ist.

… somit hier nun noch ein paar bildliche Impressionen zu meinem Beitrag …


Kräutertöpfe mit Rosmarin, Thymian, Majoran, Salbei, Datteltomaten, Melisse und Minze.


Überarbeitung der Speisekarte.


Erstes Äplerkafi – bei der Familie Bürgler – in dieser Saison.


Mit der Glattalp-Bahn hoch auf 1870 Meter über Meer.


Die Hütte noch im Winterschlaf …


… und langsam am erwachen …


… leider hielt das Pickel unsere Aggressionen nicht stand 🙁


Ausser den Kleiderbügeln, brachte ich alles in meinen 30l Rucksack.

Ach übrigens, wir suchen noch eine Unterstützung für die Hochsaison von mitte Juli bis Ende August (ca. 6 Wochen). Wer also Lust und Zeit hat, dieses Hüttenleben auch mal live zu erleben, ist herzlich willkommen. Es muss auch nicht für die ganzen 6 Wochen sein, Praktika von 2-3 Wochen sind auch möglich (min. 2 Wochen am Stück). Schreibt mir ein WhatsApp oder Email oder ruft mich direkt im Haus an unter 041 830 12 04 (erst ab 10.06.17). Ich würde mich freuen, mit jemandem aus meinem Umfeld die Zeit zu geniessen.

… auf bald … eure Nicoletta …

 

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22.03.2017 … Wasenalp-Team … Abschied nehmen!

Abschied nehmen ist nicht so meine Stärke. Mich von lieben Menschen verabschieden, die mir in kurzer Zeit, sehr ans Herz gewachsen sind, ja das fällt mir wirklich schwer.

Ich mag behaupten, dass ich in den letzten drei Monaten mit Audrey und Julien so viel gelacht habe wie wohl die letzten ein, zwei Jahre nicht mehr. Wir konnten vor allem über UNS unglaublich viel lachen.
Natürlich hatten wir auch tiefe, lange und oft nächtliche Gespräche geführt. Wir konnten auch zwei bis drei Stunden, Nachts im Whirlpool sitzen und philosophieren.
Was wir aber auch besonders gut konnten, war uns gegenseitig bekochen. Unglaublich was wir uns – meist Abends – gezaubert haben.
Oder wir hörten Musik, respektive wir sangen viel, was gerade aus den Lautsprechern kam. Julien kann auch mega gut Gitarre spielen, ich hätte ihm stundenlang zuhören können.

So vieles verbindet uns. Doch die drei Monate waren intensiv, unvergesslich und leider mit gestern auch bereits wieder Vergangenheit.

Danke „Leben“ hast du uns an diesem wunderbaren Ort, für diese Zeit zusammen gebracht. Ich werde diese Zeit immer in meinem Herzen tragen.


Audrey … Nicoletta … Julien


… wir haben uns gefunden …. im Schnee oder beim tanzen …

 

 … oder beim lachen …

 

Hier nun noch ein paar „Essensmüsterli“ …

 

Oh fast hätte ich eine weitere liebevolle Person vergessen. Die Brigitte möchte ich hier auch noch erwähnen. Zwar war sie nur eine Woche bei uns auf der Wasenalp, aber auch mit ihr haben wir viel gelacht, getrunken, geredet und sehr fein gegessen.

Brigitte arbeitet normaler weise auf der Turtmannhütte, aber kurz vor Beginn der Saison, kocht sie die feinen Sachen bei uns in der Wasenalpküche vor. Schön warst du bei uns.

Veröffentlicht unter Hüttenleben 2017 | Kommentare deaktiviert für 22.03.2017 … Wasenalp-Team … Abschied nehmen!

28.02.2017 … Allerlei …

Wie doch die Zeit vergeht, mein letzter Beitrag ist über 20 Tage her, dabei hab ich so viel zu berichten. Wo soll ich denn nur anfangen? Also zuerst möchte ich meine lieben Leser und Freunde darüber informieren, dass ich seid Anfang Februar hier auf der Wasenalp eine 100% Anstellung bis Saison Ende bekommen habe. Über dieses Vertrauen habe ich mich natürlich sehr gefreut. Klaro musste ich grad mal so einiges organisieren, aber wenn ich eines kann, dann bestimmt „gut organisieren“ 🙂
Das Vertrauen wurde mir heute gleich nochmals geschenkt, nämlich das Saison Ende wurde vom 20.03. auf den 05.04.2017 nach hinten verschoben. Jupi … noch zwei Wochen länger im wunderschönen Wallis arbeiten, was will ich mehr.
Wasenalp auf fast 2000müM (1960m)

Viele Fragen mich, warum soll man denn überhaupt den „weiten“ Weg auf sich nehmen, mich auf der Wasenalp zu besuchen. Was für eine Frage!
Also als erstes ist da sicher die absolut einmalige und traumhafte Aussicht auf die Walliseralpen,  dieses Panorama ist einfach atemberaubend.
Zum anderen das Gasthaus selbst. Es ist in der Grösse genau richtig, nicht zu gross / nicht zu klein. Wir haben drei Doppelzimmer, zwei 4er Zimmer, ein 5er Zimmer und ein 12er Massenschlag. Alle Betten sind mit flauschigen Decken und Kissen ausgestattet. Im Preis ist folgendes inbegriffen:
– Benützung des Outdoor Whirlpool auf der Aussichtsterrasse
– Badetuch
– Bademantel (nur bei den Doppelzimmer, kann aber gemietet werden)
– gratis Wifi
– Schuheizung
– Hausschuhe/Finken
– grosszügiges Frühstücksbuffet
… und natürlich eine herzliche und freundliche Bedienung … meist von mir persönlich oder dann vom Wasen-Team 🙂
Natürlich ist aber auch das kulinarische Angebot erwähnenswert.
Hier einige Highlights:
– Wallisersalat
– dicke Kartofellsuppe mit viel Käse
– frische und feine Gemüsesuppe mit oder ohne Hauswurst
– Käseschnitte mit Ei
– Walliserteller
– Wasmerfondue, speziell daran sind vor allem die Beilagen; Brot – Kartoffeln – Früchte – Sauergemüse
Das einzige was nicht immer toll ist, nach vielen Gästen die ein Wasmerfondue genossen haben, die Fonduecaquelon am nächsten Morgen zu reinigen 🙁
Panorama vom Hohliecht 2231müM
 Outdoor Whirpool by Night
Outdoor Whirpool by Day
grosszügiges Frühstücksbuffet
Walliserteller für 4-5 Personen
Fonduecaquelon zum putzen bereit

Ach ja und dann war noch der Valentinstag. Reservationen zur Übernachtung waren keine eingetragen. Doch 17 Personen haben den Abend bei feinem Essen, schöner Aussicht und einwenig „Valentinstag-Ambiente“ bei uns genossen. Eine junge Frau fragte am Telefon beim reservieren ob wir denn etwas „Valentinstag-Ambiente“ machen könnten?
Oh da wurde ich echt gefordert. So suchte ich im ganzen Haus alles was rot war und irgendwie nach Liebe aussah zusammen. Sogar rote Kerzen oder Kerzenhalter habe ich gefunden. Ein wenig stolz war ich dann schon beim Anblick von meinem kreativen Werk, als ich dann noch von dem besagten Gast ein ein freudiges Lächeln mit herzlichem Dankeschön erhielt, wusste ich – genau wegen solchen Abenden habe ich mich entschieden – diesen Weg einzuschlagen. Direkte Dankbarkeit und freudige Gäste, die sich einfach nur freuen über Kleinigkeiten, welche für sie aber von grosser Bedeutung sind. Das ist ERFÜLLUNG pur.

So als Hüttenallrounderin hat man einen sehr vielseitigen Alltag. Um nur weniges davon zu erwähnen; Frühstück zubereiten, Wäsche waschen und zusammen legen, Zimmer/Betten machen und reinigen, putzen im ganz Allgemeinen, die Gäste bewirten, Kochen, Schnee schaufeln oder auch mal den Ofen einfeuern. Ja ja das liebe gute Feuer. Zu Beginn definitiv nicht mein Freund, aber langsam hab ich den Dreh raus. Wie muss welcher Hebel genau gestellt sein, damit es nicht gleich wieder erlischt oder gar erstickt. So war ich auch heute morgen wieder freudig, als das Feuer wunderschön brannte und meine Übernachtungsgäste zum Frühstück kamen und sich sehr darüber freuten in das warme und heimelige Restaurant zu sitzen. So wenig … kann so viel sein.
mein stolzes Feuer am Morgen

Ja und da wäre noch die letzte kleine Geschichte. Es geht um mein „Abstellchämmerli“, da wo ich jeden Abend mich ins Bett lege und jede Nacht unglaublich gut, tief und erholsam schlafe. Zu Beginn der Saison waren wir ja noch zu viert und das Mitarbeiterzimmer hat leider nur drei Betten. Das wusste ich aber von Anfang an, aber ich bin ja unkompliziert und einfach. Darum habe ich jeden Abend die Wahl, entweder in einem leeren Bett zu übernachten oder eben in diesem Abstellchämmerli. Da ich wusste, dass vor mir schon andere Angestellte lange und gut hier geschlafen haben, entschied ich mich für das so genannte Abstellchämmerli. Es ist wirklich klein und ich kann an keinem Ort aufrecht stehen, aber es hat eine bequeme Matte, eine warme Daunendecke und ein kleines Öfeli und etwas Platz für meine persönlichen Sachen,  was will ich mehr?! 🙂

Veröffentlicht unter Hüttenleben 2017 | Kommentare deaktiviert für 28.02.2017 … Allerlei …

07.02.2017 … dem Perfektionismus auf 2’000müM … zum Trotz

Der Winter kommt in langsamen Schritten auf die Wasenalp. Nicht das es bis jetzt zu warm gewesen wäre, nein ich meine damit die Schneemenge. Viele wünschen sich mehr Schnee, natürlich gehöre ich auch dazu, aber ich bin doch auch dankbar das er in kleinen Schritten kommt. In den letzten Tagen hat es ca. 20-30cm geschneit. Was schneeschaufeltechnisch gut zu händeln ist.

Audrey und Julian begannen am Vormittag mit den Flächen direkt ums Haus herum. Somit blieb mir am Nachmittag die Terrasse, wo auch der Whirlpool drauf steht. Ich freute mich sehr, denn die Aussicht von da ist einfach atemberaubend, da merkt man fast nicht wie gross die Terrasse ist.

So während dem schaufeln beobachtete ich mich selbst, wie da der gute alte Perfektionismus plötzlich wieder präsent war. Ich arbeitete mich durch mit drei grossen Hifsmittel, zwei unterschiedliche Schaufeln und einen Besen. Die erste Schaufel für die grosse Masse, die zweite für die Details und der Besen für’s Finnish 🙂 … bitte nicht lachen! Das war wirklich wichtig, nur so kam ich an ein sauberes Ergebnis. So nach ca. 3/4 kam Julian auf die Terrasse und meinte nur … wow du machst das aber gründlich. Ich stellt mich hin und meinte zu ihm „weisst du Julian, früher konnte ich mich bei Präsentationen im Detail verlieren, heute mache ich das beim Schnee schaufeln“ :-). Doch er hatte absolut recht, so fein säuberlich eine Terrasse vom Schnee zu befreien, da war mal wieder typisch Nicole. Zu diesem Zeitpunkt sah die Terrasse so aus …..

… tja nun fragt man sich; hab ich etwas dazu gelernt und lies den letzten Viertel so stehen, denn es hat ja bereits wieder angefangen zu schneien. Denn um den Perfektionismus zu besiegen müsste ich eigentlich genau jetzt aufhören ….
oder machte ich weiter bis auch der letzte Viertel geschafft war? …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…. natürlich machte ich fertig, dies aber im vollem Bewusstsein und schon fast mit eine extra Portion Trotz … so nach dem Motto … Perfektionismus auf 2’000müM … es holt einem immer wieder ein, aber schön wenn man darüber lachen und schreiben kann 🙂

Veröffentlicht unter Hüttenleben 2017 | Kommentare deaktiviert für 07.02.2017 … dem Perfektionismus auf 2’000müM … zum Trotz